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FAMILIENU., BERGE, WÄLDER / NR. 0549 |
Das Böhmischen Paradies trägt zu Recht seinen vielversprechenden Namen. Naturschönheiten wie die von Wind und Wetter modellierten Sandsteinformationen wurden im Lauf der Geschichte durch mehr als ein Dutzend monumentale Burgen und Schlösser ergänzt. Auf Schritt und Tritt wird man hier Zeuge der Historie und längst vergangener Geschichten. Hier die interessantesten Burgen und Schlösser:
Burg Vladstejn (Wallenstein): Die Stammburg Wallenstein wurde im 13. Jahrhundert auf drei ungleich hohen Sandsteinblöcken in der Felsenstadt von Hrubá Skála gegründet. Einige Zeit diente Sie als Festung der Hussiten und auch als Räubernest. Im 15. Jahrhundert brannte Sie aus. Nach dem Standesaufstand erwarb Albrecht von Wallenstein die Herrschaft. Die Angehörigen seines Stammes errichteten die Kapelle des Sankt Johannes von Nepomuk und den einzigartigen Skulpturenschmuck an der Brücke. Romantische Ausbauten im 19. Jahrhundert, der Zeit der Aehrenthale, geben der Burg ihr heutiges Aussehen. Diese und ihr umfangreiches Areal können besichtigt werden. Für die Besucher finden auch Saisonausstellungen, Konzerte, Fechtauftritte und Vorführungen der Falknerei statt.
Schloss Sychrov (Nationalkulturdenkmal): Schloss Sychrov ist eine Perle im Böhmischen Paradies und gehört zu den meistbesuchten Objekten Tschechiens. Den ursprünglichen Meierhof hatte nach der Schlacht auf dem Weißen Berg Albrecht von Wallenstein erworben. Im Jahre 1669 wurden die Lamotten von Frintropp Besitzer, welche hier in den Jahren 1690 bis 1693 ein Barockschloss mit Turm und Kapelle erbauten. Seit dem Jahr 1820 gehört es dem bedeutenden französischen Adelshaus von Rohans. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das ganze Schloss erweitert und im Stil der romantischen Gotik umgebaut. Ein weitläufiger englischer Park mit exotischen Holzarten umgibt das Schloss. Reiche Schlossinterieure können bei Schlossführungen bestaunt werden. Eine Besichtigung wert ist die größte Sammlung der französischen Porträtmalerei in Mitteleuropa - die Rohanische Galerie.
Burgruine Trosky: Die Ruinen der Burg Trosky sind Wahrzeichen des Böhmischen Paradieses. Erbaut auf zwei Vulkangipfeln im 14. Jahrhundert, blicken die beiden Türme, Weib und Jungfer genannt, auf die umliegende Landschaft. Dieser Ausblick ist für Besucher ebenfalls möglich, da die Türme zugänglich sind. Die Ruine dieser Burg, erbaut auf zwei Vulkangipfeln im 14. Jahrhundert von Cenek von Vartenberk, ist die charakteristische Dominante der Landschaft und eins der Symbole des Böhmischen Paradieses.
Schloss Jicín: Schloss Jicín, ursprünglich Sitz von Mikulás Trcka von Lípa wurde im Jahr 1608 von Zikmund Smirický in ein zweistöckiges Renaissanceschloss mit Arkaden umgebaut. 1620 wurde das Bauwerk durch eine Explosion des Schießpulverlagers schwer beschädigt. Albrecht von Wallenstein baute mit bedeutenden italienischen Architekten wie A. Spezza, M. Sebregondi und G.B. Peronie in den Jahren 1624 - 1633 ein neues Frühbarockschloss. Bis 1775 war die Schlossansicht einheitlich im Spätbarockstil von J. Thoma ausgeführt. In den Räumen des Schlosses befindet sich das Bezirksmuseum und eine Galerie. Die Stadt selbst und ihre Umgebung gehören zu den einzigartigen Demonstrationen der städtischen Barockarchitektur und der komponierten Barocklandschaft.
Felsenburg Rotstejn: Romanische Überreste einer Höhlenburg aus dem 13. Jahrhundert. Die Räume wurden über mehrere Stockwerke direkt in den Fels gehauen und können erkundet werden.
Schloss Humprecht: Das Barockjagdschloss wurde in den Jahren 1667 bis 1672 nach Plänen des bekannten italienischen Architekten C. Lurago erbaut. Es wurde dem Galasturm in Istanbul auf einem ellipsenförmigen Grundriss nachgebaut. Der ovale 16 Meter hohe Saal mit wunderschönen Wandgemälden ist durch seine Akustik einzigartig - hier kann man ein Mehrfachecho erleben. Vom Holzwehrgang hat man einen bezaubernden Blick auf die Stadt Sobotka und deren Umgebung.
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