FAMILIENF., BERGE, WÄLDER / NR. 0149

Bei Prinz Bajaja auf dem Märchenschloss

Schloss Hrubá Skála: 700 Jahre Geschichte, malerisch gelegen im wild-romantischen Felsenwald. Aussichtsturm, super Restaurant, einmaliges Ambiente. Märchenfilm-Abend, "Schloss-Festmahl" und Schlossgeld inklusive.

5 Ü/HP
ab EUR
Gute Reise!
 

GESCHICHTE DES SCHLOSSES

Der Schloss Hrubá Skála steht auf den Sandsteintürmen anstelle der mittelalterlichen Burg Skála. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg zu einem Renaissance-Schloss umgebaut, 1859 im Geist des Romantismus regotisiert. Heute ist Hrubá Skála ein Hotel mit zwei Innenhöfen, Parkanlage und Aussichtsturm.

An der Stelle, an der heute das Schloss steht, wurde um 1350 von Hynek von Valdštejn die Burg Skály gegründet. Die Bezeichnung Hrubá Skála entstand erst später - sie diente zur Unterscheidung der Burg vom nahen Malá Skála. Dank seiner ausgezeichneten Lage und schwieriger Zugänglichkeit wurde die Burg zum wichtigen Verwaltungs- und militärischen Zentrum, von dem aus Jahrhunderte lang das Schicksal der ganzen Umgebung geleitet wurde.

Die Inhaber wechselten oft, zum größten Teil stammten sie bedeutendsten böhmischen Adelsgeschlechtern ab oder gehörten zu kirchlichen Institutionen - ab dem Jahr 1371 - der Prager Erzbischof, 1396 die Vartemberks, 1406 Bischofssitz von Litomyšl, 1416 die Jenštejns - Erzbischof Jan von Jenštejn, 1456 das Geschlecht der Zajíc von Hasnburk, 1538 aufs Neue die Vartemberks, ab Mitte des 16. Jahrhunderts das Geschlecht der Smirický, nach der Schlacht vom Weißen Berg übernahmen die Waldsteins die Burg als Konfiskat, bis sie im Jahre 1821 Graf Aerenthal erwarb, der hier bis ins Jahr 1945 lebte.

Dreimal - in den Jahren 1525, 1710 und 1714 - brannte die Burg völlig ab, im Jahre 1804 teilweise. Der Umbau des Schlosses, im Prinzip seine im Jahre 1859 eingeleitete Regotisierung, verwischte die meisten Spuren vorheriger Gotik-, Renaissance- und Barockbauweisen. Zusammen mit dem Bau der St. Josefs-Kirche im Empirestil (1812) wurde ein romantischer, für die Zeit vor der Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristischer Komplex geschaffen.

Im Jahre 1821 verkaufte Franz Adam von Valdštein die Herrschaft Hrubá Skála an Jan Lexa, den Ritter von Aehrenthal. Dieser verlieh Hrubá Skála zur Mitte des 19. Jahrhunderts das heutige Aussehen eines romantischen gotischen Schlosses. Anstelle des ehemaligen Burgverlieses wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts der Englische Garten angelegt. Den Aehrenthalern gehörte Hrubá Skála bis zur Mairevolution im Jahre 1945.

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