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FAMILIENU., BERGE, WÄLDER / NR. 0149 |
Das Böhmische Paradies - mächtige Sandsteintürme und Felsenblöcke, die in ihren Formationen wie Felsenstädte wirken. Den Ursprung findet man tief in der geologischen Geschichte unseres Planeten. Vor 70 - 100 Millionen Jahren war der harte Boden der Nordböhmischen Tafel von subtropischem Meer umgeben. Aus den Sedimenten die sich ablagerten, entstand die Kreidetafel, welche in der Tertiärperiode durch tektonische Bewegungen zerstört wurde. Klimatische Bedingungen und Erosion haben dann allmählich die Felsenstädte der Gegenwart modelliert. 1995 wurde die Region zum Naturschutzgebiet Böhmisches Paradies erklärt.
Hrubá Skála: Zu den Bekanntesten gehört die Felsenstadt von Hrubá Skála (Hrubolskaské skalní mesto). Mit bis zu 55 Meter hohe, imposante Sandsteintürme und steile, aus Randmassiven in romantische Täler führende Canyons, ist für sie charakteristisch. Bei einer Wanderung durch die Felsgiganten kann man sich von den vorhandenen Benennungen der Felsgruppen anleiten oder seiner Fantasie freien Lauf lassen. Namen wie Teufelshand, Kapellmeister, Leuchtturm, Drachenfelsen usw. knüpfen meist an entsprechende Sagen an. Das Mäuseloch zieht sich etwa 65 Meter lang durch die Felsen. Auch für Kletterer ist diese Region Anziehungspunkt.
Prachovské skály: Im östlichsten Teil des Böhmischen Paradieses liegen die Felsen von Prachov. Als Überbleibsel eines Sandsteinplateaus findet man hier überwiegend schlanke Türme und Pfeiler mit auffälligen, senkrechten Rissen und Ecken. Für Besucher ist dieses Gebiet durch das dichte Netz an markierten Stegen mit einmaligen Aussichten auf die Felsenstadt attraktiv. Hier finden Sie Orte wie die Amerikanische Grotte, den Kaiserlichen Gang, die Prachover Nadel und Prachover Kappe. Unweit der Prachover Felsen befinden sich auch die Hinolické Teiche und die Stadt Jicín mit ihren Renaissance- und Barockdenkmälern.
Maloskalsko: Das Gebiet um die Gemeinde Malá Skála wird die Perle des Böhmischen Paradieses genannt. Markante Überreste geologischer Verformungen sind hier der Kamm von Vranov (Vranovský hreben) und der Trockene Felsen (Suché Skály). Die Aussicht oberhalb des Flusses Jizera ist unvergleichlich, bietet den Blick auf den Mäander von Jizera an der Stelle, wo das Wasser die Felsenscholle durchgebrochen hat. Über dem Dorf Záborcí findet man die kleinere Felsengruppe mit den Überresten der Felsenburg, der sogenannten Molskalská Drábovna.
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