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BERGE, WÄLDER / NR. 0392 |
Die Polenz entspringt an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen den Dörfern Langburkersdorf und Nová Viska aus neun Quellen, die sich südwestlich des 461 Meter hohen Raupenberges größtenteils auf deutschem Gebiet befinden und sich in 363 Meter über dem Meeresspiegel vereinigen. Der Oberlauf der Polenz bildet die natürliche Grenze zwischen Hohwald und der Sächsischen Schweiz.
Unterhalb des Hohen Birkigts bildet die Polenz in südwestlicher Richtung ein enges, tiefes Tal mit zahlreichen Flussschleifen. Das obere Polenztal ist Teil des Naturschutzgebiets Polenztal und berühmt für das größte natürliche Vorkommen wildwachsener Märzbecher in Deutschland.
Die Märzbecherwiesen ober- und unterhalb der Bockmühle bei Cunnersdorf sind im Frühjahr ein vielbesuchtes Ausflugsziel. Nahe der Stadt Hohnstein unterhalb des Hocksteins erfolgt der Übergang vom Lausitzer Granit in das untere Polenztal, das sich tief in die Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges einschneidet.
An dieser Stelle quert die Polenz die sogenannte Lausitzer Überschiebung, wo sich im Verlauf plattentektonischer Prozesse die Lausitzer Granitplatte über den Sedimentsandstein eines älteren Meeresbodens geschoben hat.
Das Polenztal zeichnet sich durch das Vorkommen seltener Pflanzen aus. Entlang des Flusses sind die "Echte Stachelbeere", Mondviole, Bärlauch, Binsenwollgras und Silberstern zu finden. Seit 1995 existiert das länderübergreifende Projekt Elbe-Lachs, welches eine Wiederbesiedlung der Elbe und einiger Nebenflüsse, unter anderem der Polenz, mit Lachsen zum Ziel hat. Dieses Projekt ist erfolgreich und hat dazu geführt, dass neben der Forelle auch der Lachs in der Polenz wieder heimisch wurde.
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