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BERGE, WÄLDER / NR. 0392 |
Die auf einem Sandsteinfelsen über dem Polenztal thronende Felsenburg ist das Wahrzeichen der Kleinstadt Hohnstein. Sie liegt auf einer harten Sandsteinplatte 140 Meter über dem Polenztal.
Die Burg wurde vermutlich um 1200 oder früher als böhmische Grenzfeste zur Markgrafenschaft Meißen, und somit gegen Sachsen errichtet. 1353 kam die Burg in den Besitz des böhmischen Adligen Hinko Berga von Dubá, dessen Wappen mit gekreuzten Eichenästen den Durchgang zum Hof ziert. 1443 verloren die Berken von Duba das Anwesen durch Kauf- und Tauschgeschäfte an Kursachsen, es blieb aber bis 1806 böhmisches Lehen. Die Wettiner gingen von hier aus auf Jagd.
Die Burg hat viele Zeiten durchgemacht. Sei es nun durch Belagerungen oder noch schlimmer, zwischen 1933-1934 als Konzentrationslager und später Gefangenenlager. Zu DDR-Zeiten war hier eine Jugendherberge untergebracht, wohlgemerkt die größte ihrer Art. Seit 1953 richtete man hier auch ein Naturwissenschaftliches Nationalmuseum für Geologie, Botanik, Zoologie und Ökologie ein.
Ein Ausblick von der Burg ist unbedingtes Muss. Der Zugang ist nur über den Marktplatz von Hohnstein möglich. Von den ehemals zahlreichen rechtselbischen Burgen in der Sächsischen Schweiz ist Hohnstein die einzig erhaltene.
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