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STÄDTEREISEN / NR. 0093 |
Kulturell hat Niedersachsen Hauptstadt einiges zu bieten. Man hat das Gefühl, dass sich die Stadt besonders bemüht, Theater, Kunst, Musik auf keinen Fall zu kurz kommen zu lassen. Sportlich ist Hannover auch: vor allem beim Fußball und Eishockey. Was aktuell los ist, erfahren Sie im Internet unter www.hannover.de. Von Spar mit! gibt es hier schon mal einige Sightseeing-Tipps:
Opernhaus: Das hannoversche Opernhaus wurde 1845-52 erbaut. Es diente zunächst als Königliches Hoftheater, da dem König das Schlosstheater zu klein geworden war. Es ist ein übergiebelter spätklassizistischer Bau mit zwei großen Seitenflügeln und einem großen Vorbau, auf dem sich, in Stein gehauen, berühmte Dichter und Komponisten tummeln. Das Opernhaus brannte 1943 aus, wurde 1948 wiederaufgebaut und bekam 1985 eine völlig neue Akustik. Zuletzt wurde 1996-1998 die Bühnentechnik erneuert.
Herrenhäuser Gärten: Ein bemerkenswertes Beispiel traditioneller Gartenkunst ist das Ensemble der Gärten Herrenhausens in der Landeshauptstadt. Der Barockgarten, einer der schönsten und größten in Deutschland, verdankt seine Gründung im Jahre 1666 dem Calenberger Herzog Johann Friedrich. Heute ist er eine beliebte Attraktion der Stadt mit Gartenfesten, Barockfeuerwerk und Theateraufführungen in den Sommermonaten.
Aegidenkirche: Bevor Sie die Osterstraße überqueren, sollten Sie einen Moment verweilen und die mit Efeu und Weinlaub überwucherte Kirchenruine betrachten. Die Aegidienkirche zählt zu Hannovers großen mittelalterlichen Gotteshäusern. Wahrscheinlich stand an diesem Ort schon im 10. Jahrhundert eine kleine Kapelle, die im 12. Jahrhundert durch eine romanische Basilika ersetzt wurde, deren Westwand teilweise noch erhalten ist.
Altes Rathaus: Besondere Kostbarkeiten sind die prachtvollen gotischen Fialengiebel und der Tonfries. Er zeigt zwischen Fürstenbildnissen und Wappen auch die Darstellung des mittelalterlichen Volksspiels, des "Luderziehens", etwa vergleichbar mit dem noch heute in Süddeutschland üblichen "Fingerhakeln". Am Alten Rathaus hat vermutlich auch Till Eulenspiegel, der schlitzohrige Strolch, seine Späße getrieben und vermeintliche Spuren hinterlassen hat. An der Fassade des Alten Rathauses taucht er in Gestalt einer Steinfratze, die den Passanten die Zunge herausstreckt, wieder auf.
Marktkirche: Von dieser Stelle, vom Markt, dehnte sich Hannover einst aus. Hier wohnten früher die Kaufleute und Handwerker. Und hier wurde im 14. Jahrhundert die Marktkirche gebaut, neben dem rechts vor uns liegenden Alten Rathaus südlichstes Renommierstück norddeutscher Backsteingotik. Was selbst gut informierte Hannoveraner nicht wissen: In der Marktkirche ist der "Deutsche Michel" begraben. Es war General Johann Michael von Obentraut, der am 25. Oktober 1625 an der Spitze eines deutsch-dänischen Heeres gegen Tilly kämpfte und tödlich verwundet wurde. Dieser Ritter des Dreißigjährigen Krieges trug den Beinamen "der deutsche Michel".
Leibnizhaus: Neben dem Historischen Museum in seinem eigenwilligen Sechziger-Jahre-Stil steht am Holzmarkt bei dem kurz vor 1900 errichteten Nolte-Haus der Nachbau des berühmten Leibnizhauses, benannt nach dem berühmten hannoverschen Mathematiker und Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz.
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