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STÄDTEREISEN / NR. 0011 |
Im Herzen Hamburgs, in der südlichen Altstadt, dem Kontorhausviertel, liegt das Chilehaus in direkter Nachbarschaft zum Freihafen und mit besten Verkehrsanbindungen. U-Bahn "Messberg", U 1
Der Hamburger Kaufmann Henry Brarens Sloman, der mit Salpeterhandel in Chile zu Wohlstand kam, war in den 20er Jahren mit einem Vermögen von ca. 60 Mio. Mark der reichste Mann der damaligen "Republik Hamburg". Am 21. Oktober 1922 erwarb er die insgesamt rund 5.000 m² großen Grundstücksteile, auf denen ein Kontorhaus der besonderen Art entstehen sollte: das Chilehaus, in Form eines Passagierschiffs.
Bereits zuvor hatte Sloman einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, aus dem der zu dieser Zeit für Kontorbauten renommierte Hamburger Architekt Fritz Höger als Sieger hervorging. Überliefert ist ein Baubeginn am 14. Mai 1922 sowie zahlreiche eingereichte Bauplanungen, die auf einen bewegten Planungsprozess schließen lassen.
Das Chilehaus, erbaut aus 4,8 Mio. Backsteinen, war Zeichen des Aufschwungs nach dem Ersten Weltkrieg und wurde neben dem Michel zum markanten Wahrzeichen der Hansestadt. Weltweit hat das Chilehaus für Aufsehen gesorgt und über die Jahrzehnte hinweg seinen Ruf als architektonisches Kunstwerk erhalten.
Seit dem 27. September 1983 steht das Chilehaus unter Denkmalschutz und ist in der Zwischenzeit auf die Liste des Kulturerbes der Welt der UNESCO aufgenommen worden.
Die architektonische Linienführung ist auch nach über 75 Jahren ein Erlebnis für jeden Betrachter, was nicht zuletzt die Ströme von Touristen, die das Chilehaus besuchen, beweisen. Das Chilehaus ist ein Gebäude, das nicht angeschaut, sondern entdeckt werden will. Es will nicht von einem Standort gesehen werden, sondern aus der Bewegung heraus.
Bei jedem Wetter funkeln die Backsteine in einem anderen Licht, mit der Veränderung des Blickwinkels verändert sich der Eindruck der Steinsetzungen und Ornamente.
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