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MADE IN GERMANY / NR. 0385 |
Furtwangen liegt im oberen Bregtal. Die Stadt liegt landschaftlich reizvoll in einer Kreuzung von drei Tälern und ist von dicht bewaldeten Bergen umgeben. Der "staatlich anerkannte Luftkurort" (das Siegel gilt eigentlich nur für den Teilort Neukirch) ist industriell geprägt, spielt aber auch als Wander- und Wintersportgebiet für Touristen eine Rolle.
Am Rande von Furtwangen entspringt die Breg. Sie ist der längste Quellfluss der Donau und fließt in Donaueschingen mit der Brigach zusammen. Deshalb beansprucht Furtwangen im eher humorvollen Donauquellenstreit den Donauursprung für sich, eine Quelle der Donau gibt es nicht.
Im 17. Jahrhundert begannen Bauern auf den Höfen in der Umgebung von Furtwangen während der verschneiten Wintermonate die ersten Schwarzwälder Uhren herzustellen, um ihr kärgliches Auskommen aufzubessern. Es waren noch ganz einfache Zeitmesser mit nur einem Zeiger, fast ganz aus Holz gearbeitet. Die wurden weiterentwickelt. Im 18. Jahrhundert baute man schon Schlag- und Musikwerke ein. 1740 entstand die erste Kuckucksuhr; ihr Erfinder war Franz Eisenuhr Anton Ketterer.
1850 wurde in Furtwangen eine staatliche Uhrmacherschule gegründet. Und das Uhrenmuseum zählt zu den größten seiner Art. Mehr als tausend Exemplare aller Epochen sind hier ausgestellt - von der Zeit der Gotik bis zu modernen Quarz- und Atomuhren.
Die bedeutendsten Stücke sind die astronomische Uhr von Pater Thaddäus Rinderle, das Planetarium des Pfarrers Philip Matthäus Hahn und eine Schwarzwälder Uhr aus dem Jahre 1740 - mit Wecker und Monatsanzeige. Alle Uhren funktionieren, sind aufgezogen, ticken, schlagen, läuten oder spielen kleine Musikstücke.
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