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STÄDTEREISEN / NR. 0418 |
Das Brennen und Brauen gehört zu Neuzelle ebenso wie das Zisterzienserkloster. Aus Zinsregisterbüchern sind entsprechende Steuereinnahmen verbrieft und so kann man davon ausgehen, dass beide Handwerkskünste auch schon zu Gründungszeiten (1268) bestanden haben.
Allerdings dauerte es bis ins Jahr 1589, als erstmalig das Gasthaus "Neue Krug vorm Closter" urkundlich erwähnt wird. Dieser Krug ist damals vom Kloster erbaut und dem Krüger übergeben worden. Er besaß in Neuzelle das alleinige Recht Branntwein herzustellen. Damals wurden wohl vornehmlich Kartoffeln und Wein zum Brennen verwendet, da man sich davon die höchsten Ausbeuten versprach.
Im 16.April 1651 fiel der Krug einer Brandkatastrophe zum Opfer und der damalige Krüger gab ihn mit allen zugehörigen Rechten dem Kloster zurück. Nach über 30 Jahren Ruinendaseins, wurde der Krug vom damaligen Abt neu erbaut und befand sich bis 1710 im Besitz des Klosters, bis er dann wieder verkauft wurde.
Zum Ende des 18. Jahrhunderts trat an die Stelle des Fachwerkhauses ein massives Gebäude, das nahezu 200 Jahre bestehen blieb, bis es 1988 abgerissen wurde, um einer geplanten Landbäckerei Platz zu machen. Dieses Vorhaben wurde aber über die Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht realisiert, so dass bis 1995 das Gelände ungenutzt blieb.
Im Jahre 1997 wurde die alte Brenntradition mit der Neugründung wieder ins Leben gerufen. Der kupferne Brennkessel wurde in dem noch erhaltenen Nebengebäude erneuert. Seither werden an Ort und Stelle wieder feine Edelbrände, Geiste, Liköre und Kräuter hergestellt. Das geschieht immer noch handwerklich und gänzlich ohne Automatisierung.
Genutzt werden einheimische als auch überregionale Rohstoffe für die Herstellung, denn nur die edelsten Zutaten werden den hohen Ansprüchen gerecht.
Probieren Sie die feinen Produkte und besuchen Sie die Neuzeller Klosterbrennerei. "Prost und wohl bekomm's...".
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