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STÄDTEREISEN / NR. 0066 |

Die Einrichtung der 85 Gästezimmer des IBB Hotel Erfurt ist etwas Besonderes: Der französische Stardesigner Didier Gomez entwarf sämtliche Möbel neu, angefangen bei den Kopfenden der Betten, bis hin zu den Schreibtischstühlen und den Sesseln. Diese Einrichtungsgegenstände sind ausschließlich im IBB Hotel Erfurt zu finden, und es ist auch nicht vorgesehen, sie in Serie zu produzieren.
Die Materialien, die Gomez für seine "Schwanen-Linie" einsetzte, sind vornehmlich Aluminium, Buchenholz und Leinen. Farblich dominieren sanfte Beigetöne, akzentuiert durch die ziegelrote Gurtbespannung von Stuhl, Kofferbock und Sessel - ein Farbton, der im Stadtbild von Erfurt häufiger zu finden ist.
Die Möbel sind sehr leicht, sowohl optisch als auch tatsächlich. Mit etwas ausgestellten Füßen halten der Stuhl und der Kofferbock die Balance, während der Schreibtisch eine völlig gerade Form hat. Er überrascht stattdessen mit einer gläsernen Arbeitsfläche, darunter ist eine zweite Ebene als Ablagefach. Der Sessel ist ebenfalls leicht und funktionell, mit wohnlichen Rundungen, wie auch der dreibeinige Beistelltisch ausnehmend zierlich ist. Und den Kleiderschrank ersetzt eine leichte, offene Konstruktion, lediglich durch einen hellen Leinenvorhang abgeschirmt.
Didier Gomez ist vor allem in Frankreich, aber auch international bekannt als Inneneinrichter und Möbeldesigner. Er entwarf Ladeneinrichtungen für Cartier, Yves Saint Laurent, Rodier und andere große Namen, Möbel für Ligne Roset, Artelano, Habitat, und richtete Privatwohnungen ein wie z.B. das Pariser Domizil von Harrison Ford. Auch die Ladengalerie unter der gläsernen Pyramide des "Louvre" in Paris wurde von ihm mitgestaltet. Bekannt wurde Gomez durch seine Möbellinie "First Time", die es seit 1978 gibt.
Seit 1985 betreibt Didier Gomez ein Büro für Inneneinrichtungen in Paris. Sein Streben gilt der Balance zwischen Geschichte, Gegenwart und Kultur, dem Gleichgewicht zwischen der klaren Gerade und der sanften gebogenen Linie. Und weil er durchgestyltes Ambiente hasst, baut er gleich ein bisschen Unvollkommenheit in seine Entwürfe mit ein.

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