|
|
WELLNESS / NR. 0002 |
Weites Land und sanfte Stille, mittelalterliche Fachwerkstädte, Sehenswürdigkeiten und die regionale Küche - all das können Sie in der Altmark im Norden Sachsen-Anhalts genießen. Einst der älteste Teil der Mark Brandenburg und deshalb auch "Wiege Preußens" genannt, ist sie geprägt von reicher Geschichte, herber Schönheit der Natur und viel Kultur. Ein wahrer Geheimtipp!
Tangermünde: Dort, wo das Flüsschen Tanger in die Elbe mündet, liegt der wohl geschichtsträchtigste Teil der Altmark. Er ist mit Sehenswürdigkeiten bestückt wie kaum ein anderer Landstrich der Region. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe unmittelbar am Ufer der Elbe und wurde im Jahr 1009 erstmals urkundlich erwähnt. Außerdem ist Tangermünde Teil des altmärkischen Hansebundes. Manchen nennen Tangermünde auch das "Rothenburg des Nordens". Allein die kleine Altstadt zählt heute 130 Baudenkmäler. Die Burg ist der älteste Teil der Stadt. Errichtet wurde sie im Jahr 926. Die Burg diente der Verteidigung gegen die Slawen, die auf der anderen Elbseite siedelten. Ihre Blütezeit erlebte das Bauwerk in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Da nämlich erkor Kaiser Karl IV., der vom Prager Hradschin regierte, die Tangermünder Burg zu seiner Nebenresidenz.
Arendsee: Die kleine Stadt Arendsee blickt auf eine über 125-jährige Tradition als Urlaubs- und Erholungsort zurück. Heute darf sie sich Luftkurort nennen. Sie liegt direkt am Ufer des 5,54 Quadratkilometer großen Arendsees, der mit einer durchschnittlichen Tiefe von 29,3 Meter, einer der tiefsten Seen Norddeutschlands ist. Die Einheimischen nennen ihn das "Blaue Auge" und die "Perle" der Altmark. Er lädt zum segeln, baden, tauchen, wandern und radeln ein.
Salzwedel: Salzwedel liegt am kleinen Flüsschen Jeetze und beeindruckt durch viele kleine und große Fachwerkhäuser. Und noch etwas hat die Stadt über die Grenzen der Altmark bekannt gemacht: der echte Salzwedeler Baumkuchen. Eigentlich hat es mit dem Baumkuchen in Salzwedel recht zufällig und bescheiden angefangen. Nach der Überlieferung soll ihn nämlich die Gastwirtstochter Luise Lentz eingeführt haben. Ihre Mutter, von den Salzwedelern nur "Madam Lentz" genannt, führte nach dem Tode ihres Mannes auf recht resolute und geschickte Art den "Neustädter Keller" (heute Schwarzer Adler). Ihre Tochter Luise soll das Rezept für den Baumkuchen einem handgeschriebenen Kochbuch ihres Großvaters entnommen haben. Auf alle Fälle brachte der Baumkuchen Madam Lentz eine zusätzliche Einnahme. Die Backkunst war so vollendet, dass sogar Friedrich Wilhelm IV. nebst Gattin auch daheim im Schloss nicht darauf verzichten mochten. So gelangte der Baumkuchen dann in "die Welt". Auch Kaiser Wilhelm I. kam an dieser Köstlichkeit nicht vorbei und war seinem Genuss zugetan.
Stendal: Stendal war und ist die "Hauptstadt" der Altmark. Sie ist nicht nur die älteste Stadt der Alten Mark, sondern mit knapp 38.000 Einwohnern auch die größte. Ein Wahrzeichen der Stadt und ein beliebtes Fotomotiv ist der Stendaler Roland vor dem Rathaus. Der Roland ist ein Standbild eines Ritters mit bloßem Schwert. Im Mittelalter wurden Rolande als Zeichen bürgerlicher Freiheit in vielen Städten, vor allem in Nord- und Ostdeutschland, aufgestellt ("Rolandstadt"). Die Rolandsfigur galt als Sinnbild der Eigenständigkeit einer Stadt mit Marktrecht und eigener Gerichtsbarkeit und damit der Freiheit. Der Figur des Roland wurde durch das Rolandslied bekannt.
Bitte klicken Sie auf die
Karte, um 498 Angebote
in 14 Ländern zu sehen.