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STÄDTEREISEN / NR. 0099 |
Mitten in der Altstadt, Straßenbahnlinie 4, 8, 9 bis Theaterplatz, Straßenbahn- und Buslinie bis Postplatz
Die Galerie Alte Meister, die Rüstkammer, die Porzellansammlung und der Physikalische Salon haben täglich geöffnet (außer montags), 10.00 - 18.00
| Galerie Alte Meister: | EUR 6,- Erwachsene, EUR 3,50 Ermäßigt |
| Rüstkammer: | EUR 3,- Erwachsene, EUR 2,- Ermäßigt |
| Porzellansammlung: | EUR 6,- Erwachsene, EUR 3,50 Ermäßigt |
| Physikalischer Salon: | EUR 3,50 Erwachsene, EUR 2,50 Ermäßigt |
Zwinger: Eines der bedeutendsten Bauwerke des Spätbarock in Europa. Das Kronentor mit der vergoldeten Haube ist zu einem Dresdner Wahrzeichen geworden. Die Bezeichnung "Zwinger" rührt von der ursprünglichen Lage zwischen äußerer und innerer Festungsmauer her.
Zwischen 1710 und 1728 beauftragte Kurfürst Friedrich August I. die ersten Bauten. Insbesondere Baumeister Daniel Pöppelmann und Bildhauer Balthasar Permoser prägten einen einzigartigen barocken Festraum mit enger Verbindung von Architektur und Plastik. Die zunächst offene Südseite wurde 1855 mit einem Museumsbau im Stil der italienischen Renaissance, entworfen von Gottfried Semper, geschlossen. Nach starken Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und raschem Wiederaufbau beherbergt der Zwinger heute kostbare Sammlungen wie die weltberühmte Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer, die Porzellansammlung, das Tierkundemuseum und den Mathematisch-Physikalischen Salon.
Galerie Alte Meister: Der weltweite Ruhm der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister gründet sich auf die hervorragende Auswahl hochkarätiger Meisterwerke. Zu den Sammlungsschwerpunkten gehört die italienische Malerei der Renaissance mit Hauptwerken von Raffael, Giorgione und Tizian sowie die Malerei des Manierismus und Barock. Ebenso bedeutend ist der Bestand an holländischer und flämischer Malerei des 17. Jahrhunderts. Mit einer großen Anzahl von niveauvollen Werken sind Rembrandt und seine Schule vertreten, außerdem Vermeer, Van Ruysdael sowie die großen Flamen Rubens, Jordaens und Van Dyck. Die Galerie präsentiert ferner herausragende Gemälde altdeutscher und altniederländischer Malerei, darunter Jan van Eyck, Dürer, Cranach und Holbein. Darüber hinaus besitzt das Museum großartige Werke spanischer und französischer Künstler des 17. Jahrhunderts. Zu den Bekanntesten zählen hier Ribera und Murillo, Poussin und Lorrain.
Rüstkammer: Die Dresdner Rüstkammer gehört zu den bedeutendsten Waffensammlungen der Welt. Sie bewahrt vor allem Prunkwaffen, aber auch Prunkkleider, Bildnisse und Kunstkammerstücke vorwiegend des 16. bis 18. Jahrhunderts aus dem Besitz der wettinischen Kurfürsten von Sachsen. Die Rüstkammer wurde als herzoglich-sächsische Harnischkammer in Dresden, wo Georg der Bärtige (Regierungszeit 1500-1539) seine Residenz einrichtete, gegründet. Mit ihrer frühen Inventarisierung und festgelegten Ordnung sowie der technischen Perfektion, der künstlerischen Meisterhaftigkeit und dem vielfach ausgesprochen preziösen Charakter der Waffen ist die Rüstkammer die älteste, noch bestehende Kunstsammlung Dresdens. Sie vereint Werke von Waffenschmieden, Künstlern und Kunsthandwerkern aus ganz Europa und dem Orient. Mit zahlreichen Werken einheimischer Meister bezeugt sie den kulturellen Aufschwung Dresdens in Folge seiner Erhebung zur kurfürstlichen Residenz im Jahre 1547.
In der ständigen Ausstellung der Rüstkammer im Semperbau werden ca. 1300 Werke gezeigt. Höhepunkte sind unter anderem die Kurschwerter, die goldenen Rapier- und Dolch-Garnituren von Pery Juan Pockh, der Herkules-Harnisch von Eliseus Libaerts oder die Turnier- und Knabenharnische von Anton Peffenhauser. Die Kutschen der Rüstkammer sind im Schloss Augustusburg ausgestellt.
Porzellansammlung: Die Dresdner Porzellansammlung ist die wertvollste und zugleich umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt. Sie verdankt ihre Entstehung August dem Starken, der seine Leidenschaft für das ebenso kostbare wie zerbrechliche Material einmal ironisch als "maladie des porcellaines" - als "Porzellan-Krankheit" - bezeichnet hatte.
Unter den 20.000 Einzelstücken befinden sich auch Chinesische Gefäße und Figuren der Song-, Ming- und Kangxi-Periode sowie japanisches Imari- und Kakiemonporzellan aus Arita. Auch die Entwicklung des Meißner Porzellans von der Erfindung im Jahre 1708 bis zum späten 18. Jahrhundert lässt sich in Werken höchster Kunstfertigkeit ablesen.
Mathematisch-Physikalischer Salon: Der seit seiner Gründung im Jahre 1728 im Zwinger beheimatete Mathematisch-Physikalische Salon ist ein Spezialmuseum für Uhren und wissenschaftliche Instrumente aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Der Ursprung der Sammlung reicht in die 1560 begründete Dresdner Kunstkammer zurück, die schon 1587 neben etwa 9.000 anderen Objekten nahezu 1.000 mathematisch-technische Instrumente beherbergte.
(Dresden-Fotos: DWT/Dittrich)
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