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STÄDTEREISEN / NR. 0003 |
Manchmal sind es Kleinigkeiten, winzige Fußnoten, die uns verzücken. Ein Kirschkern zum Beispiel, in den ein unbekannter Künstler im 16. Jahrhundert 186 Gesichter schnitzte. Oder Meister Raffael - klar, die Madonna ist Mittelpunkt, die Sixtinische. Aber richtig weltberühmt wurden die beiden kleinen Engel am unteren Rand des Gemäldes (Foto oben). Auf zahlreichen Postkarten, Kaffeetassen und T-Shirts schauen sie fragend in die Welt.
Sie haben's längst bemerkt: Es geht nach Dresden. Barockstadt, Elbflorenz, Sachsenmetropole. So viele Titel wie Sehenswürdigkeiten. Nummer eins: die Frauenkirche. Ein mächtiges Symbol, die Seele der Stadt. 1945 weggebombt, 2004 wieder auferstanden. Ein Wunder, an dem tausende Menschen in aller Welt spendend mitwirkten. Das goldene Turmkreuz ragt über 91 Meter in den sächsischen Himmel. Geschmiedet hat es der Sohn des britischen Piloten, der im Krieg die tödlichen Angriffe auf Dresden mitflog.
Oder die Semperoper: Edelkultur in prachtvollem Rahmen. Spielplan und Eintrittskarten finden Sie unter www.semperoper.de. Der Zwinger, Markenzeichen des Hochbarock, ist ein Muss wie die Brühlschen Terrassen an der Elbe. Ein Dutzend Museen mit Weltklasse an den Wänden. Degas, Monet, van Gogh, Rembrandt, Gauguin - in Dresden haben sie ihr zweites Zuhause.
Die Dresdner selbst sind "helle, heeflich und heemdüggsch", ihr liebstes Wort ist ganz kurz, kommt in jedem Satz zweimal vor, heißt "nu" und bedeutet soviel wie Zustimmung.
Spar mit! lädt Sie jetzt drei Tage nach Dresden ein, nu? Sie wohnen im "Hotel Amadeus" in der Neustadt, acht Straßenbahnhaltestellen vom Zentrum entfernt. 1999 wurde das Herrschaftshaus aus der Gründerzeit entkernt, saniert und zum Komforthotel umgebaut. Der rechte Ort, um von Kirschkern-Gesichtern und pausbäckigen Engeln zu träumen. Ein 118seitiger Reiseführer liegt für Sie bereit, das 3-Gang-Menü ist parat, und zum Abschied schenken wir Ihnen ein gerahmtes Profi-Foto von der Frauenkirche. Mit zwei Übernachtungen und Frühstück kostet alles nur 99 Euro. Tüschtsch günschtsch, nu?
(Dresden-Fotos: DWT/Dittrich)
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