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MEER, SEEN / NR. 0641 |
Der Neusiedler See bedeutet wortwörtlich "Sumpf-See" und ist neben dem Plattensee einer der wenigen Steppenseen in Europa. Ein "Steppensee" ist ein See mit flachem Becken und hohen Wasserstands-Schwankungen, die hauptsächlich vom Niederschlag abhängig sind. Der Neusiedler See liegt sowohl auf österreichischem, als auch auf ungarischem Staatsgebiet und ist - von der Fläche des österreichischen Teils her gesehen - gleichzeitig auch der größte See Österreichs. Besonders markant ist der hohe Anteil an Schilf (in Österreich ist der See zur Hälfte, in Ungarn zu 4/5 von Schilf bedeckt). Somit bietet der See Lebensraum für an die 300 Vogel- und über 30 Fischarten.
Wegen seines milden Klimas und dem breiten Angebot an attraktiven Sportmöglichkeiten ist der Neusiedler See zu einem der bekanntesten Erholungsgebiete geworden. Durch die relativ geringe Wassertiefe - an der tiefsten Stelle sind es gerade mal 1,8 Meter - und wegen des steten Windes, ist der See ein Paradies für Segler und Surfer. Für Freunde des Radsports steht ein Radweg rund um den See zur Verfügung. Die einzigartige Flora und Fauna wird durch die beiden Nationalparks, Neusiedler See-Seewinkel auf österreichischer Seite und Fertö-Hanság auf ungarischer Seite, geschützt. Seit 2001 gehört der Neusiedler See zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Nationalpark "Neusiedler See-Seewinkel" wurde 1992 gegründet und umfasst die erhalten gebliebenen Sumpf- und Moorgebiete in der Umgebung des See auf einer Gesamtfläche von 23.587 Hektar. Die Besucher können auf den gekennzeichneten und beschilderten Wanderwegen zum Ostufer des Sees gelangen, um dort die Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Die Landschaft, welche unter den menschlichen Eingriffen sehr gelitten hat, bietet den Besuchern auch heute noch unzählige Sehenswürdigkeiten. Der Nationalpark ist bestrebt, die einstigen Gegebenheiten wieder herzustellen.

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