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MEER, SEEN / NR. 0206 |
1311 wird der Ort in der Ribnitzer Privilegienbestätigung Erichs von Dänemark als Deerhagen zum ersten mal urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet Tiergarten und erinnert vor allem an ein Gestüt, in dem zu slawischer Zeit das "edle Roß", das heilige Tier des höchsten Wendengottes der Gegend, des Wustrower Swantevit, von den Priestern gehegt und gezüchtet wurde. Die Herzogin Anna, zweite Gemahlin Heinrichs des Löwen von Mecklenburg, schenkte im Jahr 1327 das Dorf Deerhagen dem St.-Klarissen-Kloster zu Ribnitz. Von Fischerei lebten die Menschen von Dierhagen und wurden dabei oftmals auch von heftigen Sturmfluten heimgesucht. Die schwerste machte 1747 aus Dierhagen kurzfristig einen See.
Heute bilden sechs verschiedene Ortsteile das Ostseebad Dierhagen. Jeder Teil heißt nicht nur anders, sondern hat auch seinen ganz eigenen Charakter. Dierhagen Dorf sowie Dändorf liegen mit ihren romantischen Häfen am Ufer des Saaler Boddens. Kapitänshäuser aus der Zeit der großen Segler, alte Bauerngehöfte und Katen prägen hier noch immer das Ortsbild. Auf der Ostseeseite direkt hinter der Düne befinden sich Dierhagen Strand, Dierhagen Ost und Neuhaus mit ihren zahlreichen Sommerhäusern inmitten der sturmgebeugten Kiefern. Wem der Trubel im Ortsteil Strand zuviel ist, der findet in Dierhagen Ost, Neuhaus oder Körkwitz-Hof immer ein ruhiges Plätzchen.
Dierhagen bietet seinen Gästen alles an Kurzweil, was zu einem erholsamen aber auch aktiven Urlaub gehört. Von Radtouren über Wandern, Volleyball, Tennis, Reiten, Segeln, Surfen, Minigolf bis hin zu zahlreichen und breitgefächerten Veranstaltungsprogrammen für alle Altersgruppen.
Tipp: Bei flachem Wasser kann man vor dem Dierhäger Strand ein Schiffswrack sehen. Das sind die Überreste des finnländischen Schoners namens "Janne", der hier 1930 gestrandet ist. Das große Segelschiff hatte damals eine Holzladung nach Rendsburg gebracht und war wieder auf der Rückreise in die finnische Heimat, als es in einen schlimmen Sturm kam. Die hohen Wellen trieben die "Janne" in das flache Küstenwasser, wo das Schiff in der Nacht auf Sand lief. Es blieb dort so unglücklich stecken, dass es nicht mehr herausgezogen werden konnte.

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