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MEER, SEEN / NR. 0322 |
Fischerkietz: Bei einem Bummel durch den Fischerkietz, der bereits 1355 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Mit den sehr hübschen, teilweise bis zu 200 Jahre alten Häusern, fühlt man sich in jene vergangenen Zeiten zurückversetzt.
Altstadt: Der historische Kern, eng und verwinkelt, wird seit Jahren restauriert. Hier liegt auch das Rathaus, in dem sich einst der Hauptmann von Köpenick sein Husarenstückchen leistete - ein imposantes neugotisches Backsteingebäude mit einem 54 Meter hohen Turm, das auch im Innern prächtig ausgestattet ist.
Spreetunnel: Über diesen sollen ein paar Worte mehr gesagt werden. Einst überquerte eine alte Dampferfähre an dieser Stelle den Spreeabfluss bis zu einem für damalige Zeiten sensationellen Ereignis im Jahre 1927: Teile eines insgesamt 120 Meter langen Betonrohres wurden in den Spreegrund eingelassen und zu einem Tunnel verbunden. Es ist ein eigenartiges Gefühl, in einer Wassertiefe von 8,5 Metern auf dem Grund der Spree zu spazieren.
Wald- und Seengebiet: Viele Stunden können die Ausflugsschiffe der "Stern und Kreis Schifffahrt", die u. a. am Luisenhain, dem kleinen Park gegenüber dem Köpenicker Rathaus, Passagiere an Bord nehmen und auf den Gewässern fahren, ohne Köpenick zu verlassen.
Großer Müggelsee: Der größte See Berlins, hat eine Ausdehnung von 779 Hektar, ist 4,3 Kilometer lang, 2,6 Kilometer breit und bis zu 8 Meter tief. Eine Dampferfahrt erweckt daher bisweilen den Eindruck, auf hoher See zu sein. Rund um den Müggelsee laden Ausflugsgaststätten zur Rast ein, wie das bekannte "Rübezahl". Hier wie auch bei der "Müggelseeperle" und dem "Müggelhort" legen Schiffe der "Stern- und Kreis Schifffahrt" an.
Müggelturm: Von den Müggelbergen, 115 Meter über dem Meeresspiegel, Berlins höchster natürlicher Erhebung, grüßt der Müggelturm herüber, ein Bauwerk aus Beton, Stahl und Glas mit einem Aussichtsplateau unter seinem Dach, das sich 30 Meter in die Höhe reckt. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis nach Königs Wusterhausen und zu der alten Hussitenstadt Bernau hinüber. Dieser Bau ist so etwas wie ein Wahrzeichen des Stadtteils geworden. Zu seinen Füßen liegt der sagenumwobene Teufelssee, leuchtet das Grün ausgedehnter Wälder, das zu den blinkenden Gewässern einen Kontrast bildet.
Teufelssee: Ein aus der Eiszeit stammendes Hochmoor. Rund um den See führt ein Naturlehrpfad drei Kilometer über moorigen Untergrund. An den Ufern des Sees gibt es seltene Pflanzen und Gewächse zu entdecken, beispielsweise den hohen, quer gefächerten Wurzelstock des Wasserschierlings, leuchtende Teichrosen in Rot und Weiß, funkelnden Sonnentau.
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