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MUSEUMSINSEL

Die Schatzinsel im Herzen von Berlin

Plötzlich steht man in einem Haus in Aleppo, kurz darauf vor einem Stadttor von Babylon, dann vor Königin Nofretete. Und das alles mitten in Berlin. Auf der Museumsinsel lagern die Schätze der Welt. 6.000 Jahre Kulturgeschichte erwachen hier zum Leben.

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Wer Museen normalerweise meidet, könnte in Berlin "geheilt" werden. Auf einer Insel zwischen zwei Spreearmen lagern einige der wertvollsten Schätze der Menschheit. Sie "wohnen" in fünf Gebäuden, direkt nebeneinander. Der Komplex beherbergt mehrere Museen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Allein die Bauwerke sind Kunst. Diese Schätze sollten Besucher unbedingt sehen:

Pergamonmuseum

(Vorderasiatisches Museum, Museum für Islamische Kunst, Antikensammlung)

Herzstück ist der gigantische Altar aus Pergamon (heute Türkei), ursprünglich über 35 Meter breit. Er ist aber bis 2019 gesperrt. Besucher sollten unbedingt das Markttor von Milet und das blau-gelbe Ischtar-Tor von Babylon anschauen, das in 800 Kisten nach Berlin schipperte. Im Aleppo-Zimmer ist die Holzvertäfelung eines Privathauses zu sehen.

Alte Nationalgalerie

(Skulpturen und Gemälde aus dem 19. Jahrhundert)

Kunstfans können im "Mönch am Meer" (Caspar David Friedrich) versinken, über die Beziehungskrise des Paares in Manets "Wintergarten" fachsimpeln oder über das "Eisenwalzwerk" von Menzel staunen. Hübsch in Weiß: die Marmorprinzessinnen von Shadow (schuf auch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor).

Neues Museum

(Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Antikensammlung)

Wichtigste "Bewohnerin" ist Königin Nofretete, 50 Zentimeter hoch, entstanden 1340 v. Chr. Auch uralt: der "Berliner Goldhut" aus der Bronzezeit. Er soll einen integrierten Astrokalender haben.

Altes Museum

(Griechische Antikensammlung, etruskische und römische Sammlung

Ob der "betende Knabe" aus Bronze wirklich betet? Manche Historiker glauben, dass er eher Pferde angetrieben hat. Besonders sehenswert außerdem: die "Berliner Göttin", eine lebensgroße Marmor-Grabfigur und der "Grüne Cäsar" aus grünem Schiefer - mit nachgerüsteten Marmoraugen.

Bode-Museum

(Skulpturenmuseum und Museum für Byzantinische Kunst, Münzkabinett)

Die Kunstschätze verschiedener Gattungen (Skulptur, Malerei, Handwerk) sind in Stilräumen zusammengefasst. Besucher sollten sich unbedingt die vier geschnitzten Evangelisten von Tilman Riemenschneider anschauen, die ursprünglich zu einem 15 Meter hohen Altar gehörten.

Museumsinsel Berlin, Bodestraße 1 - 3, 10178 Berlin Mitte, S Hackescher Markt

Di. - So. 10.00 - 18.00, Bode-Museum und Pergamonmuseum auch montags

Erwachsene 18,- Euro für alle Museen oder je 12,- Euro; bis 18 Jahre gratis; Berliner Museumspass für 3 Tage und 50 Museen 24,- Euro

Fotos: Visit Berlin; Wolfgang Scholvien, Philip Koschel

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