MEER, SEEN / NR. 0286

Sanddorn, Königsstuhl und Kreidemännchen

Parkhotel Rügen****: Im Herzen der Insel Rügen gelegenes Hotel. Charmant und urig wie das Paket. Mit Schifffahrt zum Königsstuhl, "Rügener Schatzkiste" mit Sanddorn und Kreidemännchen. 3-Gang-Menü "Petri Heil!" u.v.m.

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STÖRTEBEKER-FESTSPIELE

Am 21.06.2008 starten die Störtebeker Festspiele nun schon in ihre sechzehnte Spielsaison. Auf der einzigartigen Naturbühne Ralswiek auf Rügen können die Besucher bis zum 06.09.2008 die Abenteuer des legendären Seeräubers Klaus Störtebeker erleben. Ein Theaterstück mit über 120 Mitwirkenden, 4 Schiffen, 30 Pferden, Spezialeffekten und vielem mehr. An jedem Abend (Mo.-Sa. 20.00 Uhr) findet ein großes Feuerwerk über dem Jasmunder Bodden statt.

Klaus Störtebeker (geb. um 1370; gest. 20. Okt. 1401 in Hamburg) war Anführer der Likedeeler ("Gleichteiler") und ist wohl einer der bekanntesten Seeräuber Deutschlands. Dabei ist es nicht mal so gewiss, wo der gute Störtebeker geboren wurde. Viele meinen er stamme aus Wismar, weil im Verfestungsbuch der Stadt ein Vorfall datiert ist, wonach zwei Wismarer Bürger aus der Stadt gewiesen wurden, weil sie einem anderen in einer Schlägerei verschiedene Brüche zugefügt hatten. Der Betroffene der Auseinandersetzung wird als "nicolao stortebeker" bezeichnet. Es spricht viel dafür, dass dieser Nikolaus Störtebeker später als Klaus Störtebeker in die Geschichte einging.

Mitte der 1390er Jahre hat sich Störtebeker dann als Freibeuter selbstständig gemacht hatten. Er wurde Anführer der berüchtigten Vitalienbrüder, die ursprünglich König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Margarethe I unterstützten. Dazu betrieben sie auch Seeräuberei in Nord- und Ostsee. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von "Stürz den Becher") wegen seiner Trinkfestigkeit als Spitznamen verdient. So soll er der Sage nach einen ellenhohen Becher (4 Liter) Bier ohne abzusetzen in einem Zug leer getrunken haben. Störtebeker soll den überlegenen Hamburger Kriegskoggen mit seinen Schiffen immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Erst mit Hilfe eines Verräters, der unbemerkt flüssiges Blei in die Steueranlage goss und damit Störtebekers Schiff manövrierunfähig machte war es schließlich möglich, den Freibeuter zum Kampf zu stellen und gefangen zu nehmen.

Klaus Störtebeker wurde am 20. Oktober 1401 mit rund 30 Gefährten auf dem Grasbrook bei Hamburg durch einen Scharfrichter namens Meister Rosenfeld enthauptet. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker den Richtblock vor die Füße warf (lt. einigen Quellen ihm ein Bein stellte). Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Die Köpfe wurden zur Abschreckung längs der Elbe aufgespießt.

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