WELLNESS / NR. 0545

Ayurveda, Wein und die badische Sonne

Eden Hotel an den Thermen***: Günstige Lage, direkt gegenüber der Vita Classica Therme am Rand des Kurparks, 2 x Tageseintritt in die Therme inkl. Saunalandschaft, 1 ayurvedische Teilkörper-
massage, Leihbademantel, etc.

5 Ü/HP
ab EUR
Gute Reise!
 

FREIBURG-INFOS KOMPAKT

Studenten und Wissenschaftler lieben sie wie Touristen und Kurgäste, Wandervögel schätzen die Stadt ebenso wie Kenner eines edlen Tropfens. Seit Freiburg im Breisgau im Jahre 1120 von den Zähringer Herzögen gegründet wurde, übt es eine magische Anziehungskraft aus.

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Wenn die Deutschen gefragt werden, wo sie am liebsten wohnen würden, antworten viele: in Freiburg! Die von 1.850 Sonnenstunden im Jahr verwöhnte Stadt im Breisgau liegt wie München beim 48. Breitengrad. Südbadische Lebensart in einer idyllischen Altstadt, den Schwarzwald im Rücken, ringsum Weinberge, die Schweiz und das Elsass in Ausflugsnähe. Urlauberherz - was willst du mehr?

Ihrer verkehrsgünstigen Lage am Handelsweg von Schwaben nach Burgund und die Nähe der Silbergruben verdankte die Stadt schon im Mittelalter ihren Wohlstand. Während zahlreiche kriegerische Ereignisse vom 16. bis 18. Jahrhundert keine größeren Schäden hinterließen, legten Fliegerbomben 1944 die gesamte Altstadt in Schutt und Asche. Verschont blieb nur das gotische Münster, bis heute Wahrzeichen der Stadt. "Steh unzerstörbar, herrlich im Gemüte, du großer Beter glaubensmächtiger Zeit"; diese Zeilen hatte einst Teinhold Schneider geradezu flehend dem stolzen Turm seines geliebten Münsters gewidmet - zehn Monate vor dem Bombenangriff. Heute ist sein Gedicht auf dem neuen Schlussstein des Gewölbes über der Glockenstube zu finden.

Nach gelungenem Wiederaufbau versprüht die Universitätsstadt erfolgreich historischen Charme. Doch nicht nur der Fremdenverkehr sorgt für wirtschaftlichen Auftrieb. Das Behörden- und Verwaltungszentrum Südbadens ist eines der bedeutendsten Weinbaugroßstädte der Republik, Sitz von fünf Frauenhofer- und zwei Max-Planck-Forschungsinstituten, Standort mehrerer Großdruckereien und Verlage. Der pharmazeutische sowie im medizin- und elektrotechnische Bereich blüht in Freiburg. Für die rund 210.000 Freiburger steht fest: Hier lässt sich's leben.

Im Sommer erklingt an jeder zweiten Straßenecke eine andere Melodie. Musikanten aus Prag, Berlin, Dublin und La Paz unterhalten ein aufgeschlossenes Publikum mit Klassik, Dixieland und Folklore. Auf dem Rathausplatz lassen englische Gaukler die Bälle und Keulen fliegen. Aber ganz so liberal ist Freiburg denn doch nicht: Eine Verordnung regelt genau, wer wann wo wie lange auftreten darf. Auch das Zeltmusikfestival, das jedes Jahr im Juni Zehntausende mit Rock, Jazz, Kabarett und Sinfonien begeistert, wurde auf die grüne Wiese im Westen der Stadt verbannt.

Doch die städtische Obhut hat auch ihre guten Seiten: Freiburg ist flächendeckend verkehrsberuhigt, Falschparker werden gnadenlos abgestraft. Dafür wurde die übertragbare Dauerkarte für öffentliche Verkehrsmittel zum vielgelobten Ökomodell. Schließlich will man sich den Platz an der Sonne nicht unnötig verpesten lassen. Auch der Urlauber sollte das günstige Angebot für Busse und Bahnen mit einem Streckennetz bis weit in den Schwarzwald nutzen.

Man braucht nur einmal über den Wochenmarkt rund ums Münster zu schlendern, um zu begreifen, wie sehr Freiburg trotz Universität und Beamtentum seiner schönen Umgebung verbunden geblieben ist. Die Bauern haben auf ihren Ständen alle Schätze der Region ausgebreitet, wie sie die Jahreszeit reifen lässt: Munzinger Spargel, rote und gelbe Apfelberge aus dem Breisgau und der Ortenau, blaue Trauben, Sonnenblumen und Walnüsse vom Kaiserstuhl, Schwarzwälder Heidelbeeren, Bühler Zwetschgen, außerdem knusprige Brotlaibe aus Holzöfen, Schnaps, Speck, Schinken... Auf der Nordseite des Münsters kaufen die Kenner ein - direkt beim Bauern! Südlich des Gotteshauses sitzen die Händler. Gegen elf Uhr wird es eng, weil auch die Freiburger hier ihre Körbe füllen - und später am Bratwurststand ihre "Rote" mit Senf und Zwiebeln verzehren.

Die "Bobbele" - nur die gebürtigen Freiburger erlauben es einander, sich so anzureden - finden immer Zeit für ein Schwätzchen. Man merkt es nicht nur an den guten Konditoreien und Cafés, dass Freiburg einst eine vorderösterreichische Provinzhauptstadt war. Hier geht alles gemütlich zu. Bei "Oberkirchs", den Weinstuben auf der Südseite des Münsterplatzes, ist das badische "Viertele" zu Hause, und drinnen rinnen der leichte Gutedel aus dem Markgräflerland oder der lebhafte Spätburgunder vom Kaiserstuhl fast so gut in die Kehle wie auf der Terrasse. Doch beim Genießen wird Maß gehalten: Lautstarke Weinseligkeit ist dem Alemannen fremd, und der Schnelltrinker wird ermahnt, die beim alljährlichen Weinfest auf dem Münsterplatz doppelte Wirkung von Wein und Sommerhitze nicht zu unterschätzen.

Probieren Sie es selbst und genießen Sie badische Lebensart!

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