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WELLNESS / NR. 0545 |
Das Elsass ist eine der lebendigsten und sehenswertesten Kulturlandschaften im Zentrum Europas. In der Geschichte war der Landstrich zwischen Rheintal und Vogesen jahrhundertelang ein Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich, immer wieder hineingezogen in schreckliche Kriege mit vielen tausend Toten. Mehrere Male im 19. und 20. Jahrhundert wechselte das Elsass den Besitzer. Seit der Befreiung durch die Anti-Hitler-Allianz 1945 ist das Elsass endgültig ein Teil Frankreichs.
Aber auch heute noch stößt man überall auf Zeugen der Vergangenheit, liest an vielen Häusern deutsche Namen und findet Gebäude wie die Hochkönigsburg bei Colmar, eine Ruine aus dem 12. Jahrhundert. Kaiser Wilhelm II. ließ sie ab 1899 neu aufbauen, und zwar so, wie man sich vor 100 Jahren das Mittelalter vorstellte.
Die Burg ist vor allem für Familien einen Besuch wert, da es dort zwei weitere Attraktionen gibt: den Affenpark und die "Volerie des Aigles" mit ihren spektakulären Greifvogel-Vorführungen. Falken und Adler rasen dabei nur wenige Zentimeter über den Köpfen der Besucher hinweg. Zwischen April und November finden am Nachmittag zwischen zwei bis vier Vorführungen statt.
Berühmt ist das Elsass für seine pittoresken Fachwerkhäuser in den romantischen Dörfern entlang der Weinstraße, aber auch in den Städten Strasbourg, Mulhouse und Colmar. In geballter Pracht findet man sie in den Winzerdörfern Eguisheim, Riquewihr und Ribeauvillé.
Ja, und dann natürlich der Elsässer Wein, neben dem Tourismus und Peugeot in Mulhouse der größte Arbeitgeber der Region. Hervorragende Weiß- und Rotweine werden hier produziert, und der Crémant, ein Schaumwein, der nach dem Champagne-Verfahren hergestellt wird. Überall gibt es kleine Winzereien, wo man in lauschige Innenhöfe zur Probe eingeladen wird.
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