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MEER, SEEN / NR. 0417 |
Im Jahr 1793 badete Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin auf Anraten seines Leibarztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel am "Heiligen Damm" in der Ostsee und markierte damit die Geburt des ersten deutschen Seebades. In den Jahren nach der Gründung wurde am "Heiligen Damm" viel gebaut, um der stetig steigenden Popularität des Seebades gerecht werden zu können.
Zwischen 1793 und 1870 schufen die Baumeister Johann Christoph Heinrich von Seydwitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler ein einzigartiges klassizistisches Gesamtkunstwerk aus Bade- und Logierhäusern.
Heiligendamm war seit seiner Gründung das eleganteste Seebad Deutschlands. Europäischer Hochadel, inklusive der Zarenfamilie, verbrachte hier seine Sommerfrische. Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts blieb Heiligendamm ein exklusiver Badeort mit vielen prominenten Gästen. In der damaligen Gesellschaft galt es als Muss, wenigstens einmal im Leben dort gewesen zu sein.
Dem etwa 6 Kilometer nordöstlich von Bad Doberan gelegenen Badeort gelang es bis heute sein klassizistisches Erscheinungsbild zu bewahren. Dieses Bild brachte ihm den Ruf der "Weißen Stadt am Meer" ein.
Der Strand ist eher schmal und steinig. 1999 wurde dem Strand "Am Heiligen Damm" aufgrund der guten Wasserqualität und der Sauberkeit des Strandes die "Blaue Europa-Flagge" verliehen.
Ein weiteres Highlight ist die Seebrücke vor Heiligendamm, die 200 Meter weit auf die See hinaus führt. Vom Brückenkopf bietet sich der beste Blick auf die klassizistischen Gebäude des Seebades.
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