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BERGE, WÄLDER / NR. 0634 |
Von der B 19 in Richtung Oberstdorf. Kurz vor dem ersten Kreisel von Oberstdorf rechts abbiegen in Richtung Tiefenbach. Von dort aus ist der Weg zur nahegelegenen Breitachklamm beschildert. Ausreichend Parkplätze vorhanden.
| Geöffnet: | Sommer täglich ab 8.00, letzter Einlass 17.00; Winter täglich ab 9.00, letzter Einlass 16.00 |
| Eintritt: | Erwachsene 3,- Euro, Kinder 1,50 Euro (Ermäßigungen für Besucher mit Gästekarte und für Gruppen) |
| Info-Telefon: | +49 (0) 8322-4887 |
Ein Naturschauspiel ohne Gleichen ist die Breitachklamm. Die einzigartige Schlucht ist eine durch die Breitach geschaffene Klamm im Allgäu. Sie liegt am Ausgang des Kleinwalsertals bei Tiefenbach (bei Oberstdorf). Den meisten unbekannt sind die unmittelbar im Anschluss befindlichen Naturschauspiele Judenkirche und Kesselbachfälle. Sie ist die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas. Es führt ein 2,5 Kilometer langer Wanderweg durch die Klamm.
Die Breitachklamm entstand erst im Laufe der letzten 10.000 Jahre nach der Würm-Eiszeit. Die Gletscher hatten das weiche Gestein abgetragen und das harte Gestein blieb stehen. Als die Gletscher geschmolzen waren, musste sich die Breitach durch das harte Gestein bohren. Dies geschah auf einer Länge von 2,5 Kilometer und ca. 150 Meter tief in das Gestein hinein.
Bereits vor der Jahrhundertwende gab es Versuche, die Breitachklamm begehbar zu machen. Sie scheiterten allerdings. Der junge Tiefenbacher Pfarrer Johannes Schiebel nahm schließlich die Erschließung der Klamm in seine Hände, suchte Geldgeber und gründete den Breitachklammverein. Er tat dies, um seiner armen Gemeinde eine Einnahmequelle zu öffnen und den beginnenden Tourismus anzukurbeln.
Am 25. Juli 1904 kam es so zur ersten Sprengung und am 4. Juli 1905 wurde die begehbare Breitachklamm eingeweiht. Am 23. September 1995 stürzten etwa 50.000 Kubikmeter Fels und Geröll in die Schlucht, woraufhin sich 300.000 Kubikmeter Wasser (etwa 30 Meter hoch) anstauten. Am 23. März 1996 brach das Wasser durch und richtete in der Klamm totale Verwüstung und Schäden in Höhe von mehr als 150.000 Euro an. Im Dezember 2004 konnte ein neues Eingangsgebäude in Betrieb genommen werden. In ihm ist ab Oktober 2005 eine Außenstelle der Bergschau untergebracht, die sich mittels interaktiven Modellen mit der Wirkung von Wasser auf die Berge beschäftigt.
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