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BERGE, WÄLDER / NR. 0205 |
"Sommerfrische & Wintersport" verspricht der Kurort Altenberg seinen Gästen. 40 Kilometer südlich von Dresden, der Landeshauptstadt Sachsens, und nur 5 Kilometer von der Grenze zu Tschechien entfernt, prägen die urwüchsige Natur und der Reichtum an Tradition das Umfeld der Bergstadt.
Sie ist berühmt für ihre Zinn(H)erz-Tradition. Die Bergstadt sieht auf eine über 555 Jahre lange Geschichte zurück: Altenberg wurde um 1440 von Bergleuten nach dem Fund einer Zinnlagerstätte gegründet. Aufgrund der Ergiebigkeit der Lagerstätte entwickelte sich der Ort rasch zur wichtigsten Bergstadt im Osterzgebirge. Der wirtschaftliche Aufschwung führte bereits 1451 zur Verleihung des Stadt- und Marktrechtes.
Vom bis ins 20. Jahrhundert hinein wirtschaftlich prägend gebliebenen Bergbau zeugen heute noch die Altenberger Pinge, ein 1620 entstandener Einsturztrichter, die Zinnwäsche (technische Schauanlage), eine der ehemals 13 Wäschen mit Pochwerken und Schüttelherden im Raum Altenberg-Geising-Zinnwald sowie der "Neubeschert-Glück-Stolln", in dem die alten Abbauverfahren nachgestaltet sind.
Durch die Ausrichtung hochrangiger sportlicher Wettbewerbe hat sich Altenberg weltweit einen Namen gemacht: Verschiedene Weltmeisterschaften, wie die Biathlon-WM 1967, die Bob-WM 1991 und 2000, die Skeleton-WM 1994, die Rodel-WM 1996 und unzählige Europa- und Weltcup-Veranstaltungen auf der Rennschlitten- und Bobbahn brachten der Bergstadt großes internationales Ansehen ein.
Seit dem 18./19. Jahrhundert ergänzten verschiedene Heimarbeiten (Holzspielzeug- und Strohblumenproduktion) die Erwerbsmöglichkeiten im Bergbau. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Altenberg aufgrund der schneesicheren Lage und der guten Erreichbarkeit zum Wintersportzentrum im Osterzgebirge.
In den 1950er Jahren begann der Ausbau des Kurwesens. Nachdem der Bergbau 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde, erfolgte eine noch stärkere Konzentration auf den Fremdenverkehr, vor allem auf das Erholungs- und Kurwesen.
Bergbaumuseum Altenberg: Das 1957 eröffnete technische Museum befindet sich in einer ursprünglich im 16. Jahrhundert erbauten und nach Sanierung technisch wieder funktionsfähigen Zinnpochwäsche. Es zeigt in Verbindung mit dem 180 Meter langen Neubeschert-Glück-Stollen (aufgefahren 1802-49, Schaustollen seit 1971) den Weg des Zinns vom Abbau bis zur Aufbereitung.
Besucherbergwerk Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald in Zinnwald-Georgenfeld: Das 1992 eröffnete Besucherberg-
werk erschließt den 1686 von der Adelsfamilie von Bünau aufgefahrenen Tiefe-Bünau-Stollen. Imposant ist vor allem die durch Feuersetzen entstandene Reichtroster Weitung. Der knapp drei Kilometer lange Rundgang führt unter Tage bis an die deutsch-tschechische Grenze heran.
Bergbaumuseum Zinnwald: Das im Huthaus der Gewerkschaft Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald befindliche Bergbaumuseum informiert seit 1983 über die Orts- und Montanhistorie Zinnwalds.
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